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Garten- & Landschaftsbau

Garten anlegen in Heidelberg: Was Boden und Lage vorgeben

Wer in Heidelberg einen Garten anlegt, arbeitet mit zwei Vorgaben, die einander widersprechen. Das milde Klima am Rand der Oberrheinebene mit seiner langen Vegetationsperiode und dem frühen Frühjahr erlaubt eine Pflanzenauswahl, die andernorts nicht möglich wäre. Die Hanglage zu beiden Seiten des Neckartals schränkt gleichzeitig ein, was sich baulich vernünftig umsetzen lässt. Deshalb entscheidet sich ein Hanggarten nicht an der Pflanzenliste, sondern an dem, was unter ihr liegt: an der Geländeplanung, an der Entwässerung und an den Mauern, die das Ganze halten.

Der Vorteil, den die Lage schenkt

Die Lage am Rand der Oberrheinebene bringt eine Wärmegunst mit sich, die sich im Garten unmittelbar bemerkbar macht. Das Frühjahr beginnt früh, die Vegetationsperiode ist lang, und die Winter sind vergleichsweise mild. Für die Planung heißt das: Die Auswahl an Gehölzen und Stauden ist groß, und es lassen sich Arten halten, die weiter im Norden oder in höheren Lagen heikel wären.

Ganz umsonst ist dieser Vorteil nicht. Wärme und ein früher Austrieb bedeuten auch, dass Spätfröste empfindliche Blüten treffen können und dass die trockenen Wochen des Sommers länger dauern. Ein Garten am Südhang sammelt Wärme, ein Garten auf der abgewandten Seite des Tals liegt kühler und schattiger — zwei Grundstücke in derselben Stadt können völlig verschiedene Standorte sein. Ein guter Betrieb sieht sich deshalb Ihre Lage an, statt aus dem Katalog zu bepflanzen.

Warum Hanggärten unter der Oberfläche entstehen

Am Hang ist die Fläche, die Sie nutzen können, keine gegebene Größe, sondern eine gebaute. Nutzbar wird ein steiles Grundstück erst durch Terrassierung: durch Ebenen, die aus dem Gefälle herausgearbeitet werden, und durch Mauern, die diese Ebenen halten. Das ist der aufwendigste Teil des Vorhabens, und er ist zugleich der, den man später nicht mehr sieht.

Eine Stützmauer ist ein Bauwerk und kein Dekorationselement. Sie nimmt Erddruck auf, sie braucht ein tragfähiges Fundament, und sie braucht vor allem eine Entwässerung hinter der Mauer. Wasser, das im Hang steht und nicht abgeführt wird, ist die häufigste Ursache dafür, dass Mauern sich neigen oder aufreißen. Fragen Sie den Betrieb ausdrücklich, wie er das Wasser hinter der Mauer wegbekommt — an der Antwort erkennen Sie, mit wem Sie es zu tun haben.

  • Wie wird das Gelände gesichert, solange gearbeitet wird
  • Welche Höhen sind geplant, und wie werden die Ebenen erschlossen
  • Wie werden Hangwasser und Niederschlag abgeführt
  • Wie kommen Material und Gerät auf das Grundstück
  • Was passiert mit dem Aushub

Der letzte Punkt wird regelmäßig unterschätzt. Am Hang gibt es selten eine bequeme Zufahrt und noch seltener eine Lagerfläche. Wo kein Fahrzeug hinkommt, wird getragen oder gefördert, und beides kostet Zeit. Der Abtransport von Aushub und die Anlieferung von Material sind daher ein eigener Kostenblock, und er gehört ins Angebot, nicht in die Schlussrechnung. Lassen Sie sich diese Position ausdrücklich zeigen, wenn sie nicht auftaucht — sie verschwindet nicht dadurch, dass niemand sie aufschreibt.

Sandstein und die Frage, was zum Haus passt

Der rote Sandstein prägt den Baubestand der Stadt, und er ist auch im Garten ein naheliegendes Material für Mauern, Stufen und Beläge. Er ist warm im Ton, er altert gut, und er steht neben einem Altbau selbstverständlicher da als ein Material, das aus einem anderen Zusammenhang stammt.

Zugleich ist Naturstein empfindlicher, als sein Ruf vermuten lässt. Sandstein ist vergleichsweise weich und saugfähig, er nimmt Feuchtigkeit auf, und er verträgt scharfe Reinigungsverfahren schlecht. Wer ihn verbaut, sollte wissen, wie er zu pflegen ist. Und wer an einem Gebäude oder einer Einfriedung arbeitet, die alt ist oder besonders in Erscheinung tritt, klärt vorher bei der zuständigen Stelle, ob für das Grundstück gestalterische oder denkmalrechtliche Vorgaben bestehen — auch Mauern und Vorgärten können davon betroffen sein.

Die Reihenfolge, die sich bewährt hat

Ein Garten am Hang entsteht von unten nach oben. Zuerst steht die Frage, wie das Gelände künftig verlaufen soll und wo Sie sich später aufhalten wollen. Danach kommen die Erdarbeiten, die Mauern und alles, was Wasser führt. Erst dann folgen Wege und Beläge, und ganz am Schluss die Bepflanzung. Diese Reihenfolge klingt selbstverständlich, wird aber häufig umgedreht, weil die Pflanzen der Teil sind, den man sich vorstellen kann.

Für die Ausführung selbst spielt die lange Vegetationsperiode wieder eine Rolle. Erdarbeiten brauchen tragfähigen, nicht durchnässten Boden, Pflanzungen brauchen Zeit zum Anwachsen, bevor die trockenen Wochen kommen. Ein Betrieb, der Ihnen sagt, welcher Abschnitt in welche Jahreszeit gehört, plant für den Garten und nicht für seinen eigenen Kalender.

Ein Hanggarten am Neckartal ist ein Bauvorhaben mit Pflanzen darauf, nicht umgekehrt. Wer die Erdarbeiten, die Mauern und die Entwässerung sauber plant und erst danach über Bepflanzung spricht, bekommt einen Garten, der auch nach vielen Jahren noch dort steht, wo er angelegt wurde.

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