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Schornsteinfeger

Schornsteinfeger in Heidelberg: Aufgaben, Termine und Pflichten

Der Besuch des Schornsteinfegers dauert in einer normalen Wohnung nicht lange — vorausgesetzt, er kommt an die Anlage heran. Genau daran scheitern die meisten Termine: Die Dachluke ist verschlossen und niemand weiß, wo der Schlüssel liegt, der Weg zur Reinigungsöffnung ist zugestellt, oder im Mehrparteienhaus ist von vielen Parteien nur eine da. In Heidelberg kommt die Topografie dazu. An den Hanglagen des Neckartals und in der Altstadt mit ihren engen Gassen ist der Zugang zum Dach oft der eigentliche Aufwand der Arbeit.

Warum der Zugang am Hang die Terminplanung bestimmt

An einem freistehenden Haus auf ebenem Grund ist der Weg zum Schornstein Routine. Am Hang ist er das nicht. Häuser stehen versetzt zueinander, der Zugang führt über Treppen und schmale Wege, und die Anfahrt endet dort, wo das Fahrzeug nicht mehr weiterkommt. Was gebraucht wird, muss getragen werden. In der Altstadt gibt die Gasse den Takt vor.

Für Sie heißt das vor allem eins: Ein Termin lässt sich hier schlechter kurzfristig einschieben als anderswo, und ein geplatzter Termin ist aufwendiger als ein Eintrag im Kalender. Nehmen Sie den angebotenen Termin ernst und melden Sie sich früh, wenn er nicht passt, statt am Tag selbst nicht zu öffnen.

Der Weg aufs Dach

Führt der Weg über das Dach, entscheidet sich wenige Schritte vor dem Schornstein, ob gearbeitet werden kann. Prüfen Sie vor dem Termin, ob der Zugang tatsächlich benutzbar ist:

  • Ist die Dachluke oder das Ausstiegsfenster zu öffnen, und wissen Sie, wo der Schlüssel liegt?
  • Ist der Dachboden begehbar, oder steht dort inzwischen ein Lager, das den Weg verstellt?
  • Ist der Aufstieg vorhanden und fest — Leiter, Steigeisen, Ausstieg?
  • Funktioniert die Beleuchtung auf dem Dachboden?
  • Sind Trittstufen und Laufrost am Dach vorhanden und in Ordnung?

Fehlt etwas davon oder ist es beschädigt, sagen Sie es vorher an, statt es im Termin herauszufinden. Der Schornsteinfeger kann seine Arbeit nur dort verrichten, wo er sicher hinkommt — und wenn er umkehren muss, war der Termin verbraucht, ohne dass etwas erledigt wurde. Das ist der ärgerlichste aller Ausgänge, weil er sich mit einem Anruf vermeiden ließe.

Was Sie in der Wohnung vorbereiten

In der Wohnung selbst ist die Vorbereitung schnell erledigt, wird aber gern vergessen. Die Feuerstätte sollte kalt sein — ein Ofen, der noch am Vorabend gelaufen ist, kann am Morgen zu warm für die Arbeit sein. Räumen Sie den Bereich davor frei, decken Sie empfindliche Böden und Möbel ab und stellen Sie sicher, dass Reinigungsöffnungen und Revisionsklappen erreichbar sind. Steht davor ein Schrank, der erst geräumt werden muss, geht diese Zeit von der Zeit für die eigentliche Arbeit ab.

Legen Sie außerdem bereit, was zur Anlage gehört: Unterlagen zum Gerät, Belege über Arbeiten, die zwischenzeitlich stattgefunden haben, und, wenn vorhanden, die Papiere aus dem Einbau. Wer neu zugezogen ist und die Anlage von der Vormieterseite oder der Voreigentümerin übernommen hat, sollte das ansprechen — nicht jede Wohnung wird mit vollständigen Unterlagen weitergegeben, und ein kurzer Hinweis ist besser als eine Vermutung. Notieren Sie sich vorab auch, was Ihnen aufgefallen ist: Zug, der nicht mehr richtig anspringt, Geruch, Rußspuren. Solche Beobachtungen sind im Termin mehr wert als jede Beschreibung im Nachhinein.

Mehrparteienhaus: eine Runde, viele Wohnungen

In einem Haus mit mehreren Parteien wird nicht jede Wohnung einzeln angefahren, sondern in einer Runde gearbeitet. Das ist der Grund, warum der Termin im Aushang steht und nicht individuell verhandelt wird. Fehlt eine Partei, wird für diese Wohnung ein zusätzlicher Weg nötig — mit dem entsprechenden Aufwand.

In einer Stadt mit vielen Mietwohnungen und einem Wechsel im Semesterrhythmus ist das keine Kleinigkeit. Wer tagsüber nicht da sein kann, organisiert eine Vertretung: Nachbarschaft, Hausverwaltung oder jemand aus dem Haus, der einen Schlüssel hat und Sie bewusst hereinlässt. Klären Sie das untereinander, bevor der Termin da ist — und melden Sie sich frühzeitig, wenn Sie einen Ersatztermin brauchen, statt den Aushang zu übersehen und dann überrascht zu sein.

Der Termin ist kurz, seine Vorbereitung entscheidet über den Rest. Zugang klären, Weg frei machen, Anlage abkühlen lassen, Unterlagen bereitlegen, im Mehrparteienhaus eine Vertretung organisieren — mehr braucht es nicht, damit aus einer knappen halben Stunde kein zweiter Anlauf wird.

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